25 Frames per Second

28.11.2014 

Ich rendere 25 Bilder für eine Sekunde Film. Jetzt stellt Ihr euch aber sicher die Frage wie ich gerade auf die 25 komme, denn schließlich verwendet man in Film und Fernsehen eine Bildfrequenz von 24 fps und legt man wert auf ein flüssigeres Ergebnis, empfehlen sich 30 bis 60 fps. "Der Hobbit" wurde z.B. als erster großer Kinofilm mit 48 Bilder pro Sekunde produziert.

 

Der Grund für meine 25 fps ist ein ziemlich banaler, denn es lässt sich für mich schneller rechnen. Bei Animationen liegt die Schwierigkeit vor allem darin, die Dauer eine Bewegung möglichst glaubwürdig darzustellen. Ich orientiere mich dann meist am Sekundentakt indem ich alle 25 Frames die Figur nach meiner Vorstellung darstelle. Dazu setze ich Keys und 3ds max berechnet anschließend die Bewegung zwischen diesen einzelnen Abschnitten. Sehe ich dann zum Beispiel, dass eine Animation insgesamt 150 Frames lang ist, dann weiß ich sofort, dass es sich hierbei um 6 Sekunden Dauer handelt. Würde ich mit 24 fps arbeiten wären es 144 Frames und für mich nicht mehr auf Anhieb erkennbar. Letztlich ist es aber bestimmt nur eine Frage der Gewöhnung.

Alles unter 24 fps ist für das menschliche Auge nicht mehr flüssig, also bleibt noch die Frage warum ich nicht deutlich darüber gehe.

 Auch hier ist die Antwort denkbar einfach. Bei der Animationserstellung wird vom Computer alles viel genauer berechnet als in einem Computerspiel und das kostet Zeit. Im Schnitt beträgt die Renderzeit eines Frames ca. 40 Sekunden. Das heißt, für eine Sekunde Film rechnet mein Computer reichliche 16 Minuten. Es gibt Szenen da komme ich gar auf über eine Minute pro Frame. Mit mehr als 25 fps würde das ganze also viel zu lange dauern und meine Stromrechnung explodieren.

Beispielrechnung für S01/E01 - Der Verräter

Filmdauer: 217 Sekunden - 10 Sekunden (Texte am Anfang und Ende mussten nicht gerendert werden) = 207 Sekunden

207s * 25 fps * 40s (Dauer pro Frame) = 207000s = 57.5 Stunden

In diesen 57.5 Stunden Renderzeit lief die CPU unter Vollast und verbrauchte dementsprechend viel Strom. Meist nutze ich die Nächte zum rendern, damit ich tagsüber am Computer arbeiten kann.

 

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